Das Projekt „JMD digital-hub“ stärkt die digitale Beratung und Vernetzung in den Jugendmigrationsdiensten an 24 Modellstandorten. Eine zentrale Plattform bündelt digitale Angebote wie Online-Beratung, Lernumgebung und Wissensdatenbank. Mit einem Blended-Counseling-Konzept werden analoge und digitale Beratungsformen sinnvoll verknüpft. Einheitliche Qualitätsstandards, Weiterbildungen und eine begleitende Informationskampagne sorgen für eine nachhaltige digitale Weiterentwicklung der JMD.
Laufend
Das Ziel des Projekts:
Das trägerübergreifende Modellprojekt „JMD digital-hub“ verbessert an 24 JMD-Modellstandorten den Zugang zu Erstintegrationsmaßnahmen der Jugendmigrationsdienste. Zentrale Elemente des Projekts sind die Bereitstellung einer zentralen digitalen Plattform zur Unterstützung von Beratung, Vernetzung und Wissenstransfer. Zusätzlich wird ein Blended-Counseling-Konzept entwickelt und einheitliche Qualitätsstandards für digitale und analoge Beratungen umgesetzt. Zudem erhöht eine begleitende Informationskampagne zu den digitalen Angeboten und relevanten Inhalten die Sichtbarkeit des Projekts.
Projektstruktur
Das Projekt wird trägerübergreifend mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) und dem Internationalen Bund (IB) umgesetzt. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA, als Antragstellerin des Projekts) bilden diese Organisationen die vier zentralen Trägergruppen. An diesen vier Trägergruppen sind vier Fachreferent*innen am Projekt beteiligt. Das Servicebüro Jugendmigrationsdienste (JMD) koordiniert das Projekt trägerübergreifend. Jede Trägergruppe hat sechs Modellstandorte für die Umsetzung des Projekts ausgewählt, sodass insgesamt 24 Modellstandorte der Trägergruppen aus ländlichen und urbanen Räumen ausgewählt wurden, an denen 24 pädagogische Fachkräfte tätig sind. So fließen unterschiedliche Bedarfe und Blickwinkel in die Umsetzung der Projektmaßnahmen ein. Dies schafft Strukturen, von denen alle JMD profitieren können. So wird die Arbeit im digitalen Raum weitergedacht und nutzerfreundlich gestaltet.
24 Modellstandorte, davon aus der Katholischen Trägergruppe: Emmendingen, Freising/Erding, Fürstenwalde, HH-Harburg, Limburg und Oberbergischer Kreis.
Zentrale Plattform - digital-hub: Eine zentrale Plattform wird bereitgestellt, ausgebaut und gepflegt. Innerhalb des JMD-Portals wird der digital-hub die zentrale Anlaufstelle für JMD-Mitarbeitende sowie für Ratsuchende sein, die einen der digitalen Dienste der JMD nutzen wollen. Dabei umfasst die Plattform neben bestehenden Funktionen und Angeboten für JMD-Mitarbeitende im internen Bereich des JMD-Portals (jmd4you, JMD apply) als auch neue Funktionen. Diese neuen Funktionen werden im Rahmen des Projekts ausgebaut und eingepflegt, wie z.B. eine Wissensdatenbank, eine Lernumgebung und Videoberatung.
Blended-Counseling & virtuelle Gruppenangebote: Pädagogische Fachkräfte an den Modellstandorten werden nach einem individuell ausgearbeiteten Blended-Counseling-Konzept anbieten. Konkret bedeutet es, dass digitale und analoge Beratungssettings miteinander kombiniert und je nach individuellem Bedarf eingesetzt werden. Neben der Vor-Ort-Beratung gehören überregional und bundesweit z.B. die JMD Online-Beratung und die Sichere Webmail-Beratung über jmd4you, die aufsuchende Beratung über Social Media und der Umgang mit der App „JMD apply“ dazu. Neben der Beratungsarbeit wird jeder Modellstandort eigene virtuelle Gruppenangebote konzipieren und umsetzen.
Weiterbildungskonzepte und einheitliche Qualitätsstandards: Es werden trägerübergreifende Weiterbildungskonzepte entwickelt, die einheitliche Qualitätsstandards für die digitalen Beratungs- und Gruppenangebote ermöglichen. Über den digital-hub werden den JMD trägerübergreifende und bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote zur Verfügung gestellt, die für die Umsetzung digitaler Beratungs- und Gruppenangebote notwendig sind.
Informationskampagne: Begleitend wird eine Informationskampagne durchgeführt werden, in der analog und digital die Angebote beworben werden und darüber hinaus Informationen zu zielgruppenrelevanten Themen veröffentlicht werden.