{"id":9847,"date":"2019-10-23T15:58:10","date_gmt":"2019-10-23T13:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.caritas-digital.de\/?p=9847"},"modified":"2019-10-23T15:58:10","modified_gmt":"2019-10-23T13:58:10","slug":"review-socialcarimedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/caritas-digital.de\/landing\/blog\/review-socialcarimedia\/","title":{"rendered":"Review: Das war #SocialCariMedia \u2013 in 10 H\u00e4ppchen"},"content":{"rendered":"<p>70 Social-Media-HeldInnen, zehn Sessions, zwei Keynotes \u2013 und ein \u00dcberraschungsgast: Zum dritten Mal haben sich Social-Media-Manager der Caritas zu einem zweit\u00e4gigen Workshop in Siegburg getroffen. Was dabei herauskam \u2013 und wo der Schuh dr\u00fcckt, erfahrt ihr in unserer gro\u00dfen Review:<\/p>\n<h2><!--more--><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9206\" src=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2019-09-19-Deutscher-Caritas-Verband-eV-SocialCariMedia-SLH-089-1536x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1180\" height=\"787\"><\/h2>\n<h2>1. Wir sind nicht alleine \u2013 doch fast immer zu wenige \u2026<\/h2>\n<p>Im Vorfeld haben sich die Teilnehmenden vor allem eines gew\u00fcnscht: M\u00f6glichkeiten des Austauschs \u2013 und davon gab es vom 19. bis 20. September 2019 in Siegburg viele. Eine \u2013 wenig \u00fcberraschende, aber wesentliche \u2013 Erkenntnis: Die Voraussetzungen f\u00fcr die Social-Media-Arbeit in der Caritaswelt sind extrem unterschiedlich. W\u00e4hrend sich einzelne Verb\u00e4nde die Vollzeitstelle eines Social-Media-Managers leisten und Fachleute f\u00fcr Online-Marketing bezahlen, wird andernorts Social Media mit wenigen Stellenprozenten oder ganz nebenher zur \u201cklassischen\u201c Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit gemacht.<\/p>\n<p>Die Folge: Viele Social-Media-Held(inn)en sind Einzelk\u00e4mpfer(innen), haben selten die M\u00f6glichkeit sich redaktionell abzustimmen, professionelle Kanalpflege zu betreiben oder datengetriebene Analysen der eigenen Social-Media-Aktivit\u00e4ten durchzuf\u00fchren. Es mangelt an den n\u00f6tigen Ressourcen f\u00fcr eine immer aufw\u00e4ndigere und wichtigere Arbeit. Immerhin sind Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube inzwischen reichweitenst\u00e4rker als jede Zeitung, das Fernsehen und der Rundfunk zusammen. Umso wichtiger, dass sich bei #SocialCariMedia in einem analogen Raum Gleichgesinnte \u00fcber besseres vernetztes Arbeiten austauschen konnten.<\/p>\n<h2>2. Caritas-Digital \u2013 das Blog als Trend-, Best-Practise- und Austauschplattform?<\/h2>\n<p>In vielen Sessions wurde deutlich, dass die Teilnehmenden sich einen Ort w\u00fcnschen, an dem sie voneinander lernen, Praxis-Erfahrungen austauschen und \u00fcber Trends und Entwicklungen &#8211; auch in Sachen Datenschutz &#8211; informiert werden. Dass dieser Ort in der digitalen Welt verwurzelt sein muss, versteht sich von selbst. Und er existiert schon. Die Rede ist von diesem Digital-Blog. In einer eigenen Session ging es daher darum, wie wir den Blog intensiver bespielen k\u00f6nnen. Derzeit wird es von Martin Herceg aus dem Deutschen Caritasverband betreut, der sich dar\u00fcber freut, weitere Admins, Moderatoren und Autoren zu finden, die regelm\u00e4\u00dfig am Blog arbeiten.<\/p>\n<p>Die Herausforderung: Der Blog muss innerhalb der Caritas bekannter werden. Das Ziel: Jeder und jede, der oder die das Gef\u00fchl hat, etwas im Bereich Social Media getan zu haben oder vor einer Frage steht, die andere interessieren k\u00f6nnte, sollte automatisch an den Blog denken und dort sein Wissen, seine Beobachtungen oder Fragen ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<h2>3. Was ist Erfolg im Social Web?<\/h2>\n<p>Ab wann kann man im Social Web von Erfolg reden? In seiner Keynote zu diesem Thema machte Social-Media-Experte Gero Pfl\u00fcger klar, wie wichtig es ist, sich differenziert mit den Statistiken der eigenen Kan\u00e4le und Beitr\u00e4ge in den sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen. Es geht laut Pfl\u00fcger nicht darum, wie viele Follower ein Kanal und wie viel Reichweite ein Beitrag hat. Vielmehr m\u00fcssen die statistischen Einzelwerte in Relation gebracht werden, um wirklich aussagen zu k\u00f6nnen, was gut funktioniert und was nicht. Wie das funktioniert und warum Facebook mit einem Burger-Grill in Frankfurt vergleichbar ist erfahrt ihr im <a href=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/erfolg-im-social-web\/\">Video<\/a>.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/b7qlXbV7viA\" width=\"740\" height=\"416\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2>4. Datenschutz und Social Media<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-9868\" src=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Datenschutz-1920x776.jpg\" alt=\"\" width=\"1180\" height=\"477\">M\u00fcssen wir bald unsere Facebook-Fanseiten l\u00f6schen? Diese Frage besch\u00e4ftigt derzeit viele Social-Media-Held(inn)en in der Caritas. Nachdem krankheitsbedingt der Stage-Talk mit Patricia Romanowsky von der CDU\/CSU Bundestagsfraktion abgesagt werden musste, sprang zu Beginn des zweiten Workshoptags kurzfristig der Datenschutzbeauftragte des Deutschen Caritasverbandes Ziar Kabir mit seinem Kollegen Matthias J\u00e4ckel ein.<\/p>\n<p>Gemeinsam erkl\u00e4rten die Anw\u00e4lte, wie mit den j\u00fcngsten Gerichtsurteilen zu Fanseiten auf Facebook umzugehen ist &#8211; und welche Risiken Seitenbetreiber ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. In einem gesonderten Beitrag haben wir die Ergebnisse des Vortrags inklusive Mustervorlage f\u00fcr eine KDG-konforme Datenschutzerkl\u00e4rung zusammengefasst. Den Beitrag findet ihr <a href=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/facebook-fanpage-datenschutz-kdg\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<h2>5. Ein Tool f\u00fcr Alle(s)?<\/h2>\n<p>Wer schon einmal mehrere Social-Media-Kan\u00e4le gleichzeitig betreuen musste wei\u00df, dass es nicht einfach ist immer den \u00dcberblick zu behalten. User-Kommentare und Erw\u00e4hnungen k\u00f6nnen schnell \u00fcbersehen werden. Au\u00dferdem ist es sehr zeitaufw\u00e4ndig Content \u00fcber jeden Kanal einzeln zu publishen und zu planen. Viele Kollegen arbeiten derzeit mit Excel-Listen und h\u00e4ndischen Redaktionspl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Einfacher wird es, wenn das Social-Media-Management \u00fcber ein zentrales Tool l\u00e4uft, das Community-Management, Publishing, Advertising, Analyse und Social-Media-Listening beinhaltet. Zu #SocialCariMedia haben wir zwei Tool-Anbieter (SocialHub und Facelifit) eingeladen, die ihre Tools vorgestellt und die M\u00f6glichkeiten aufgezeigt haben, wie wir als Caritas \u00fcber Verbandsgrenzen hinweg in selbst-organisierten Teams darin arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In den Sessions mit den Tool-Anbietern wurde deutlich, dass sich viele vorstellen k\u00f6nnen, k\u00fcnftig ihre Social-Media-Arbeit mit einem Tool zu erledigen. Auch die M\u00f6glichkeit Content zu teilen mit anderen Teams und sich im Community-Management gegenseitig zu unterst\u00fctzen kam gut an. Der Casus knacksus bleibt jedoch der Preis. Nur wenige Verb\u00e4nde k\u00f6nnen oder wollen es sich derzeit leisten, mehrere Hundert Euro im Monat f\u00fcr die Nutzung eines solchen Tools auszugeben.<\/p>\n<p>Der Deutsche Caritasverband, der seit Jahren seine Social-Media-Aktivit\u00e4ten \u00fcber externe Tools steuert und betreut, holt bis Ende 2019 Angebote verschiedener Anbieter ein und wird ab 1. Januar 2020 ein Social-Media-Tool nutzen, das beliebig weiter skaliert werden kann, so dass k\u00fcnftig alle Gliederungen, die M\u00f6glichkeit haben gegen Geb\u00fchrenzahlung ins neue Tool integriert zu werden. In diesem Blog werden wir euch hinsichtlich der Entscheidung und Entwicklung auf dem Laufenden halten und euch im kommenden Jahr erkl\u00e4ren, was ihr tun m\u00fcsst, um auf den Zug aufspringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>6. Neue Mitarbeiter(innen) finden mit Facebook und Co.<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-9855\" src=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/recruting-1920x773.jpg\" alt=\"\" width=\"1180\" height=\"475\">Wenn die St\u00fchle bei einer Session nicht reichen, spricht das daf\u00fcr, dass das Thema den Nagel auf den Kopf trifft. Recruiting via Social Media ist f\u00fcr viele innerhalb der Caritas noch ein Experimentierfeld, in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels aber ein immer wichtiger Zugang zu potenziellen neuen Kolleg(inn)en. Dass der unter bestimmten Bedingungen funktioniert, zeigte Andrea Michels von der Caritas K\u00f6ln mit Beispielen aus ihrer Praxis. Dabei wurde schnell klar: Die Postings f\u00fcr freie Stellen auf Facebook oder Instagram sind gestalterisch weit von dem entfernt, was der Verband bislang in Printmedien ver\u00f6ffentlicht. Sie zeigen Menschen in Aktion, haben wenig Text und machen neugierig. Immer getreu dem Ansatz: Show, don\u2019t tell. Die Postings sollen im bunten und schnellen Umfeld der jeweiligen Kan\u00e4le auffallen und im Idealfall zum Klicken, Kommentieren oder Anrufen auffordern. Das direkte Feedback auf Kommentare von Usern &#8211; zum Teil sogar von den Leitungen der beworbenen Einrichtung &#8211; signalisiert neben einem hohen Ma\u00df an Professionalit\u00e4t vor allem eines: Du bist uns wichtig! So gelang es der Caritas in K\u00f6ln zum Beispiel, eine Erzieher(innen)-Stelle mit jemand zu besetzen, der eigentlich gar nicht auf Jobsuche war.<\/p>\n<p>Solche Erfolge fallen allerdings auch in sozialen Medien nicht vom Himmel. Neben der schnellen (!) und pers\u00f6nlichen Beantwortung von Userfragen ist im Vorfeld wichtig, die Inhalte \u00fcber ein Targeting an potenzielle Interessent(inn)en auszuspielen. Das kostet Geld, die notwendige Summe liegt aber weit unter dem Preis f\u00fcr eine Anzeige im Stellenmarkt der Zeitung. Dar\u00fcber hinaus ist der Streuverlust gering, weil die Userprofile mittlerweile sehr differenziert ausw\u00e4hlbar sind. Ein weiteres Learning: Alles l\u00e4uft besser, wenn die Verantwortlichen und die Mitarbeitenden in den Einrichtungen und Diensten mitziehen. Die besten Erfolge erzielen die K\u00f6lner mit kleinen Videos, die mit j\u00fcngeren Mitarbeiterinnen an ihrem Arbeitsort gedreht wurden. Sie erm\u00f6glichen Interessent(inn)en einen authentischen und lebendigen Eindruck von dem, was sie tun und wie das Team unterwegs ist &#8211; und sagen damit mehr aus als formelhafte Worth\u00fclsen in der Stellenanzeige unter der \u00dcberschrift \u201cWir bieten\u201d.<\/p>\n<h2>7. Social-Media und die AVR: kann das gut gehen?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-9856\" src=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/AVR-1920x929.jpg\" alt=\"\" width=\"1180\" height=\"571\">Social-Media-Kan\u00e4le sollten Dienste, Verb\u00e4nde oder Einrichtungen nur betreiben, wenn sie daf\u00fcr auch Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellen: Personalressourcen und auch ein Budget, um beispielsweise Software, Bilder, Grafiken, etc. einkaufen zu k\u00f6nnen. Nur mal schnell nebenher: das l\u00e4uft f\u00fcr alle Beteiligten nicht zufriedenstellend. Posten und Twittern kann man ja durchaus w\u00e4hrend der Arbeitszeit und dann zeitversetzt am Abend ausspielen. Aber der Zielgruppe kann man nicht vorschreiben, wann sie in den Social Medias unterwegs sind. Wer dann tagelang auf Antworten von uns warten muss, wird nicht mit uns zufrieden sein. Auch sind wir verpflichtet, unsere Kan\u00e4le zeitnah zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Gertrud Rogg, die das Referat Medien im Deutschen Caritasverband (DCV) leitet, erl\u00e4uterte in ihrer Session, wie in Freiburg derzeit mit dieser Thematik umgegangen wird. So herrscht im DCV das Vier-Augen-Prinzip: jeder geplante Beitrag wird von einer anderen Person freigegeben. Das hat sich bew\u00e4hrt. Au\u00dferdem gibt es einen Tagdienst: diese Person beobachtet neben der Arbeit mittels Monitoring-Tool, was auf unseren Kan\u00e4len gepostet wird und reagiert darauf bei Bedarf. Wer Tagdienst hat, schaut i. d. Regel abends gegen 21 Uhr nochmals ins Tool rein. Am Wochenende hat beim DCV von Freitag- bis Sonntagabend eine Person \u201cDienst\u201d. Derzeit speisen sich die Dienste aus einem Team von sechs Leuten, man hat also alle 6 Wochen \u201cDienst\u201d. Zu Kampagnen (z.B. Aktion T\u00fcr\u00f6ffner, W\u00e4hlt Menschlichkeit) wurde das Tag- Abend- und WE-Team durch Freiwillige aus dem DCV und dem bundesweiten Verband erweitert.<\/p>\n<p>F\u00fcr das ganze Handling wurde in Freiburg eine Abmachung mit der MAV getroffen: Die Abend- und WE-Zeiten werden in den Stundenzettel eingetragen und mit Zuschlag (20 bis 6 Uhr, sonntags ganztags) nachtr\u00e4glich verg\u00fctet auf der Basis von der AVR, Anlage 5, \u00a77. Es handelt sich laut Rogg nicht um einen Bereitschaftsdienst, sondern um \u00dcberstunden, da die Mitarbeitenden nicht an einer bestimmten Stelle sein m\u00fcssen, sondern sich von \u00fcberallher einloggen k\u00f6nnen. Die Einloggzeit kann frei gew\u00e4hlt werden \u2013 sollte sich aber an den Peaks der Kan\u00e4le orientieren (WE: ca 10 Uhr und 22 Uhr).<\/p>\n<p>Die Diskussion in der Session hat gezeigt: gerade j\u00fcngere Mitarbeitenden haben Lust in sozialen Netzwerken zu arbeiten, aber viele Verb\u00e4nde stellen nicht einmal die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung, z.B. die M\u00f6glichkeit w\u00e4hrend der Dienstzeit auch in den SoMe-Kan\u00e4len unterwegs zu sein oder \u00fcberhaupt einen Kanal einzurichten. Auch wird oft noch verkannt, dass man hier den Mitarbeitenden vertrauen muss: wer erst seine Vorgesetzten fragen muss, was geantwortet werden darf, hat verloren. das Medium braucht ein anderes Tempo.<\/p>\n<h2>8. Muss Caritas \u00fcberhaupt im Social Web mitmischen?<\/h2>\n<p>Nicht das Wer, Wie und Was war das Thema der Session von Kerstin Stoll (Onlineredakteurin vom DCV), sondern das Warum. Und dar\u00fcber kamen alle Teilnehmenden ins Diskutieren. Warum sich in endlose Facebook-Debatten ohne jede Diskussionskultur reinh\u00e4ngen, wo doch klar ist, dass Populisten und Hater sowieso nicht umzustimmen sind? Muss die Caritas die Welt auch in den sozialen Netzwerken retten, wo sie doch gar nicht gerettet werden will?<\/p>\n<p>Dass Social Media ein Zeitfresser ist, darin waren wir alle einer Meinung. Die zweite \u00dcberzeugung aller in der Runde war: SoMe-Kan\u00e4le sollten nur betrieben werden, wenn die Mittel dazu da sind. Soll hei\u00dfen: Personal und Know-how. Und nicht zu vergessen: Eine Vision. Lieber keine SoMe-Auftritte, als schlecht Gemachte, die ohne Ziel und Verstand nebenher betrieben werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9860\" src=\"https:\/\/caritas-digital.de\/landing\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/caritas_web.jpg\" alt=\"\" width=\"928\" height=\"1060\">Leider gibt es solche Kan\u00e4le im Caritas-Kosmos viele. Einerseits verst\u00e4ndlich, weil eine (auch in dieser Session) unbestritten wichtige Caritas-Maxime lautet \u201cWir wollen auch online nahe bei den Menschen sein\u201d. Andererseits: Den Menschen nahe kommen kann man als \u201cverbandlicher\u201d SoMe-Kanal nur, wenn man ihn strategisch, zielgruppenorientiert und kompetent f\u00fcllt. Und zwar kanalspezifisch, und je nachdem ausgerichtet auf so unterschiedliche Ziele wie Community-Aufbau, Imagepflege, St\u00e4rkung der Markenbekanntheit, Solidarit\u00e4tsstiftung oder Job Recruiting.<\/p>\n<p>Fazit: Die Caritas muss im Social Web mitmischen, nichts rechtfertigt ein Schweigen des gr\u00f6\u00dften Wohlfahrtsverbands im Netz. Aber: Nicht jede einzelne Gliederung muss mit eigenen Kan\u00e4len dabei sein. Im Gegenteil: Das k\u00f6nnte sogar ein Hemmnis f\u00fcr die Schlagkraft der Caritas nach au\u00dfen sein, da deren komplexe Struktur f\u00fcr Au\u00dfenstehende nicht verst\u00e4ndlich ist. Mitmischen geht auch sehr gut ohne eigene Social-Media-Kan\u00e4le. Indem man auf anderen Kan\u00e4len mitdiskutiert und sich als Stimme der Caritas einbringt.<\/p>\n<h2>9. Input vom \u00dcberraschungsgast: Menschen ertragen \u2013 auch im Netz<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-9857\" src=\"https:\/\/www.caritas-digital.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/tersesa-1807x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1180\" height=\"669\">Den Abschluss des ersten Workshoptags machte ein \u00dcberraschungsgast: Schwester Teresa, mit b\u00fcrgerlichem Namen Teresa Zukic, die als skateboardfahrende Nonne durch unz\u00e4hlige Auftritte im TV bekannt wurde. Von der ehemaligen Leistungssportlerin zur deutschlandweit bekannten Nonne \u2013 in ihren einleitenden Worten beschrieb sie ihren Weg unter dem Lebensmotto \u201eJeder kann die Welt ein bisschen positiv ver\u00e4ndern\u201c.<\/p>\n<p>Der Titel ihres mitrei\u00dfenden Vortrags \u201eJeder ist normal bis du ihn kennst \u2013 von der spirituellen Kraft, Menschen (im Netz) zu ertragen\u201c. Im Kern ging es ihr darum, dass im Umgang mit anderen Strategien wie Vergebung, Perspektivwechsel, Hoffnung und Gottvertrauen wertvoll sind \u2013 vor allem aber eine humorvolle Lebenseinstellung. Diese trage dazu bei, dass wir uns nicht mehr permanent kr\u00e4nken lassen und andere nicht mehr f\u00fcr unser Ungl\u00fccklichsein verantwortlich machen &#8211; auch im Netz. Ihre Liebe zu Gott befl\u00fcgle sie und gebe ihr Kraft, die Dinge positiv zu sehen und zu verzeihen. Mit diesen Worten machte sie nachhaltig Eindruck und sorgte beim anschlie\u00dfenden Cocktailempfang der <a href=\"https:\/\/www.caritas.de\/neue-caritas\/aktuelles\/neuecaritas\">neuen caritas<\/a> f\u00fcr einigen Gespr\u00e4chsstoff.<\/p>\n<h2>10. Mehr Vernetzung &#8211; weniger Bedenken<\/h2>\n<p>Du hast den gesamten Blogeintrag bis hier durchgelesen? Wow. Dann bist Du f\u00fcr uns ein(e) echte Social-Media-Held(in). Unser Wunsch: Bring Dich ein, teile Deine Erfahrungen, stelle Fragen und bringe andere zum Nachdenken. Das kannst Du zum Beispiel in unserer Caritas|digital-Gruppe auf Facebook tun. Wenn Du da noch nicht dabei bist, melde Dich doch gleich an. Warum das so wichtig ist? Weil das was wir anfangs geschrieben haben nur zum Teil stimmt: Ja, es k\u00f6nnten immer noch mehr Leute sein, die f\u00fcr die Caritas in sozialen Medien engagiert sind. Aber zur Wahrheit geh\u00f6rt eben auch, dass der eine oder die andere unbemerkt von der Verbands\u00f6ffentlichkeit richtig spannende Sachen macht. Valentina R\u00e4tz von der Caritas im Erzbistum M\u00fcnchen Freising stellte bei der Tagung zum Beispiel zwei Apps vor, die auch f\u00fcr andere skalierbar sind. In Osnabr\u00fcck hat die Caritas eine \u201cAnpacker-App\u201d gelauncht, in \u2026 Denkt dran: Sharing is caring!<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9858\" src=\"https:\/\/caritas-digital.de\/landing\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ergebnis.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"563\"><\/p>\n<p><strong>Fotogalerie:<\/strong> Das war #SocialCariMedia 2019<\/p>\n<p>[ngg src=&#8220;galleries&#8220; ids=&#8220;1&#8243; display=&#8220;basic_imagebrowser&#8220;]&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Autoren:<\/strong> Gertrud Rogg, Martin Herceg, Marc Boos, Kerstin Stoll, Annette Nogger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>70 Social-Media-HeldInnen, zehn Sessions, zwei Keynotes \u2013 und ein \u00dcberraschungsgast: Zum dritten Mal haben sich Social-Media-Manager der Caritas zu einem zweit\u00e4gigen Workshop in Siegburg getroffen. 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