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Der Blick von außen: Was wir im Team über unsere Arbeitsmuster gelernt haben
Manchmal braucht es den Blick von außen, um zu erkennen, was sich im eigenen Arbeitsalltag immer wieder wiederholt. Wir haben unser Team Digitale Transformation gefragt: Welches Muster in der eigenen Arbeitsweise ist euch erst spät aufgefallen – vielleicht sogar erst durch einen Hinweis von jemand anderem? Und was hat sich seitdem verändert? Matthias Schugg (Caritas-Datenservice): […]
Manchmal braucht es den Blick von außen, um zu erkennen, was sich im eigenen Arbeitsalltag immer wieder wiederholt. Wir haben unser Team Digitale Transformation gefragt: Welches Muster in der eigenen Arbeitsweise ist euch erst spät aufgefallen – vielleicht sogar erst durch einen Hinweis von jemand anderem? Und was hat sich seitdem verändert?
- Matthias Schugg (Caritas-Datenservice): „To-Do-Listen, Kanban-Boards, Projekt-Tools. Ich habe so ziemlich alles angefangen und kaum etwas längerfristig gepflegt. Ich musste realisieren, dass Arbeitsplanung für mich nur visuell funktioniert, nämlich mit Termin-Blockern im Kalender.“
- Dr. Georg Förster (CariData und Caritas-Datenservice): „Ich habe erst spät festgestellt, wie sehr ich dazu neige immer wieder neue Baustellen aufzumachen – zum Teil, weil ich Anfragen von außen nicht gerne ablehne, weil ich selbst vieles spannend finde und weil laufende Projekte kein klar definiertes Ende haben. Ich habe inzwischen gelernt zu anderen und auch zu mir selbst häufiger mal „nein“ zu sagen und Projekte auch abzuschließen – selbst, wenn ich noch viele Ideen hätte, wie man ein Ergebnis noch weiterentwickeln könnte.“
- Stephanie Agethen (caritas.next und Civic Data Lab): „Früher war ich leider viel zu oft diejenige, die ein Projekt erst zeigt, wenn es schon (fast) fertig aussieht. Bis ich irgendwann begriffen habe, wie unglaublich wertvoll der Input von kritischen Kolleg:innen ist – gerade mit ihren ganz anderen Sichtweisen. Seitdem zeige ich Dinge viel früher, nehme andere intensiver mit und lasse mich gerne auf Kritik ein – um der Sache willen. Daraus ist viel mehr Gemeinsames geworden. Am Ende freuen sich alle über das gute Ergebnis. Es fühlt sich viel befreiender an, als ich gedacht hätte.“
- Angela Berger (Civic Data Lab): „Muster sind ja eigentlich auch etwas Gutes – ihre regelmäßige Struktur bringt erwartbare Ergebnisse für die Zukunft. Auf dieser Idee beruhen ja auch Prediction Models, die aufgrund von Ereignissen in der Vergangenheit die Zukunft voraussagen. Ein solches bräuchte ich vielleicht für mein Zeitmanagement, denn noch immer plane ich für die meisten Aufgaben zu wenig Zeit ein, obwohl ich meine detailgenaue Art mittlerweile kenne.“
- Günışığı Zan Diemer (caritas.next): „Wenn ich mit einem neuen Organisationstool anfange, will ich es am liebsten gleich richtig machen – mit Unteraufgaben, Beziehungen, Kategorien und allem, was dazugehört. Das Problem: Je perfekter das System werden soll, desto komplexer wird es. Und irgendwann kostet allein die Pflege mehr Zeit, als sie mir bringt. Heute frage ich mich eher, was ich wirklich brauche – und das ist meistens einfach nur: den Überblick behalten. Früher wollte ich möglichst viel aus einer App herausholen, einfach weil die Funktionen da waren. Heute versuche ich stattdessen, es möglichst einfach zu halten.“
- Christin Träger (Caritas-Datenservice): „Eigentlich finde ich Muster gut. Dinge in einer gewissen Struktur abzuarbeiten gibt mir Halt und Planbarkeit. Leider kommt viel zu oft der Alltag dazwischen und wirft die Struktur über den Haufen! Da hilft es, gelassen zu bleiben, den Plan anzupassen, Vertrauen in andere Menschen und manchmal auch ein bisschen Mut zur Lücke zu haben.“